Schon ab dem frühen Morgen versammelten sich Beschäftigte mehrerer Reinigungsunternehmen vor dem Streiklokal der IG BAU in der Jungestraße (Foto: IG BAU).
19.11.2018
Archivmeldungen 2018
An einem bundesweiten Warnstreik im Gebäudereinigerhandwerk haben sich am 19. November mehrere tausend Beschäftigte beteiligt. Alleine im Daimler-Werk Stuttgart-Untertürkheim legten am frühen Morgen rund 150 Reinigungskräfte die Arbeit nieder. Auch in Hamburg wurden heute diverse Gebäude nicht oder nur teilweise gereinigt - betroffen waren unter anderem der NDR, die ERGO-Versicherung und Hamburger Kliniken.
Bereits ab 5 Uhr morgens versammelten sich Kolleginnen und Kollegen der Firmen Bogdol, Gegenbauer, Piepenbrock, Alster Service Center, Clinic Service Nord und viele weitere im Streiklokal des "Bundeshauses", trugen sich in die Streiklisten ein und verliehen ihrer Forderung nach einem Tarifvertrag Weihnachtsgeld Nachdruck: "Das ist nur fair bei der harten Arbeit, die wir täglich leisten", sagte einer der Streikenden, die Stimmung ist mitunter aufgeheizt.
 
Etwa ein Dutzend Menschen, überwiegend mit rot-weißen Streikplakaten und Gewerkschaftsfahnen auf einer gepflasterten Auffahrt. Im Hintergrund der beleuchtete Schriftzug "NDR". Es ist noch dunkel, im Hintergrund leuchtet eine Straßenlaterne.
Vor mehreren Objekten hatten die Streikenden zuvor kleinere Kundgebungen veranstaltet, um auf den Warnstreik aufmerksam zu machen, so etwa auf der Zufahrt zum NDR Hörfunk.
Dort winkten Reinigungskräfte der Firma Bogdol mit dem berühmten Zaunpfahl: "Bisher ist es nur ein Warnstreik. Das sollte den Arbeitgebern ein Signal sein, ihre ablehnende Haltung gegenüber einem Tarifvertrag Weihnachtsgeld zu überdenken." Bundesweit wurden am Montag mehr als 150 Objekte bestreikt. Weitere Informationen zum Streiktag gibt es unter anderem hier und hier. Und auch die Medien nahmen Notiz vom Tarifkonflikt, etwa der Spiegel oder der WDR.

IG BAU Region Nord